Zum Tode von Edeltraud Matke

 

Wie erst jetzt bekannt wurde verstarb in der ersten Februarwoche hoch betagt Edeltraud Matke nach langer Krankheit. Vielen Halteranern war sie bestens bekannt als sehr beliebte, urkomische Darstellerin der Plattdeutschen Bühne Haltern. In 14 verschiedenen Haupt- und Nebenrollen brachte sie zwischen 1989 und 2005 in ihrer unverwechselbaren, temperamentvollen Spielweise das Publikum zum Lachen. Sie spielte Mägde, Großmütter, Köchinnen, alte Jungfern oder feine Damen aus der Großstadt, immer zum Vergnügen der zahlreichen Freunde Plattdeutschen Theaters.

 

Nachdem sie zunächst einige Jahre lang bei einer Recklinghäuser Bühne erfolgreich war, gründete sie 1988 zusammen mit Uli Backmann, Theo Kleine-Schulte und anderen die hiesige Plattdeutsche Bühne. Gleich bei der ersten Premiere wirkte sie mit (als Großmagd Trina in „Miene Tante – diene Tante“). Bis zu ihrem Bühnenabschied 2005 (gemeinsam mit Elisabeth Marwitz in „Buoben wuohnt Engels“) war sie stets eine der Erfolgsgarantinnen in zahlreichen Lustspielen und Komödien. Ihr größter Erfolg war wohl die Rolle als schlampige Haushälterin in „De Venus van Müggensack“, mit der sie und das Ensemble der Plattdeutschen Bühne Haltern 1995 in Münster gegen starke Konkurrenz den Westfälischen Theaterpreis gewannen.

 

„Was Heidi Kabel für das Ohnsorg-Theater in Hamburg war, das war Edeltraud für die Plattdeutsche Bühne in Haltern. Es waren unvergessliche Zeiten mit ihr“, meint wehmütig rückblickend Heinz Kallhoff, einer ihrer langjährigen Bühnenpartner. „Für einen Lacher tat sie alles, warf sich in abenteuerliche Kostüme, quetschte sich unter Betten oder ließ sich in enge Schränke einsperren. Mit ihrer Probendisziplin – sie konnte immer als Erste ihren Text -, ihrer Komik und ihrem Spielwitz bleibt sie für uns ein Vorbild. Es würde ihr gefallen, dass die Plattdeutsche Bühne auch nach über 30 Jahren noch blüht und gedeiht.“

 

K.H.